Galileo Galilei
Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.

Archiv für die Kategorie „Praktische Tipps“

Vom Zuhause zur Lernwerkstatt

Auf meinem Spaziergang um den Tankumsee treffe ich auf Helga Weiss, meinem Englisch-Coach von vor zwei Jahren.

“Oh Telse… how are you, I haven’t seen you in a long time!”, begrüßt sie mich. Ich bleibe stehen und traue mich nicht, was auf Englisch zu erwidern. Die Märzsonne blendet mich. Tränen stehen mir in den Augen. Ich blinzele sie verlegen an. Wir lachen, während ich ihr beichte, dass mich die rasanten Verfallserscheinungen meines Englisch-Wissens traurig machen.

„Das kriegst du schnell wieder hin“, tröstet sie mich „lass einfach Englisch in deinen Alltag einziehen! Erinnerst du dich an meine Lerntipps? Meine ‚Encouragement’ Liste?“

“Ja, aber ich komme bei meiner vielen Arbeit einfach nicht dazu” entschuldige ich mich. Dabei weiß ich sehr wohl, dass Lernen kalt einlagern nicht funktioniert. Fehlt die Anwendung gehen gerade Sprachkompetenzen schnell wieder verloren. Nur die unmittelbare Anwendung festigt das Gelernte.

„Vielleicht, weil du denkst, das Englisch lernen noch mehr Arbeit ist?“

Ich glaube, da hat sie Recht. Ich nicke zögerlich.

“Warum richtest du dir keine Lernwerkstatt ein? Dann wird dein Lernen wieder lebendiger, macht Spaß und gleichzeitig kannst du mit den restlichen Familienmitgliedern etwas gemeinsam machen”, schlägt sie vor.

“Gute Idee und wie mach ich das?”

“Indem du dir ein Coaching von mir gönnst”, lacht sie und dann “Das war ein Scherz. Doch im Ernst, im Rahmen meines Englisch-Programms ‘Englisch im Familienalltag’  biete ich ein Coaching zur Unterstützung vor Ort an. Mache dein Zuhause zur Lernwerkstatt! Vielleicht ist es auch etwas für dich.”

Spaziergänge um den Tankumsee haben doch immer wieder etwas Bewegendes


Weitere Informationen:

www.languageexperience.com

Die Reiseroute neu abzustecken

Motivation entsteht auch, wenn wir wissen worauf wir aufbauen können und wie es weitergehen kann. Ein Jahr Praxis beim Englisch lernen. Die chronologisch aufgezeichneten Blog-Einträge helfen mir, meine Stärken und Schwächen beim Englisch lernen zu analysieren, die angewandten Stratiegien zu überdenken und zeigen mir die Vorteile und die Nachteile der von mir verwendeten Techniken und Methoden.

Wohl etwas blauäugig habe ich am Anfang gedacht, ich könne innerhalb eines halben Jahres einigermaßen Englisch sprechen. Entsprechend groß war die Motivation. Heute – ein Jahr später – habe ich mit der Sprache Freundschaft geschlossen, doch die große Liebe blieb bisher noch aus.

Sprachen lernen ist wie eine Reise, die einige Jahre dauern kann, je nachdem mit wieviel Zeit und mit welcher Konzentration dieses Vorhaben verfolgt wird. Ich befinde mich irgendwo auf dem Weg. Meine Aufzeichnungen helfen mir heute eine Zwischenbilanz zu ziehen und mein Reiseziel zu überdenken, die Reiseroute neu abzustecken und die zur Verfügung stehenden Ressourcen auf Tauglichkeit zu überprüfen.

Immer noch weht mir ein arktischer Wind um die Nase. Meine Sandalen jedoch haben eine gute Chance gegen wetterfestes Schuhwerk ausgetauscht zu werden.



In Sandalen nach Alaska – Bericht und Analyse
Ein Jahr Englisch lernen


Fazit:

Sprachen lernen erfordert Zeiträume, in denen man sich intensiv um ein LERN-Thema bemüht. Rückblickend habe ich mir diese Zeiträume nicht geschaffen. Die Folge war, dass ich zwar gelernt habe aber nicht gezielt und kontinuierlich.

Mein Ansatz „Englisch lernen müsse doch auch so nebenbei machbar sein“ scheint unrealistisch zu sein, denn ich hatte das Gefühl nicht voran zu kommen. Realistisch gesehen habe ich viel gelernt und auch das Ausprobieren der vielen Variationsmöglichkeiten hat mir sehr viel Freude bereitet.

Leider sind wir durch unsere Gesellschaft so konditioniert, dass Erfolge messbar sein müssen. Sich einfach dem Fluss der Neugierde zu überlassen scheint wenig effektiv. Ich habe unterschätzt, dass auch ich sichtbare/messbare Erfolge benötige, um meine Motivation am Leben zu erhalten.

Dafür ist es wichtig Zeiträume einzurichten, um konzentriert an meinem Projekt zu arbeiten. Wieder so ein Ansinnen der besonderen Art:  Zeiträume zum Lernen nur fürs persönliche Vergnügen?

Meine Strategie für die kommende Zeit:

  • Feste Lernzeiten einplanen und einhalten.
  • Realistische Lernziele setzen.
  • Ein Englisch-Lehrbuch oder ein PC-Programm einschließlich Grammatik-Übungen als strukturellen Leitfaden nutzen.
  • Mehr zum Thema Gedächtnis erforschen.
  • Weiterhin neue Lernmethoden und Techniken ausprobieren.


Und doch gibt es Grund zum Feiern, denn …

  • Ich habe ein Jahr lang durchgehalten!
  • Ich habe neue Selbstlernkompetenzen erworben!
  • Ich lerne eine Sprache, von der ich glaubte, das schaffe ich nie, und lasse nach und nach den ganzen Frust und die bremsenden Erfahrungen der Vergangenheit hinter mir!

„Aufgeben – irrelevant“ …

… und eines Tages spreche ich fließend Englisch !!!

Konversation wagen

Es gibt Lehrveranstaltungen, auf denen lernt man viel und hat wenig Spaß und es gibt Lehrveranstaltungen, auf denen hat man sehr viel Spaß, lernt jedoch wenig. Dann gibt es aber auch Veranstaltungen, auf denen lernt man viel und hat jede Menge Spaß, nur sie nennen sich nicht Lehrveranstaltung. So geschehen am letzten Wochenende.

Eingeladen zu einem Jubiläums-Geburtstag stellten wir fest, unsere Tischnachbarn sprachen genauso gut Deutsch wie wir Italienisch. Wollte ich mich nicht den ganzen Abend in Schweigen hüllen und das wollte ich nicht, denn ich wollte schließlich feiern, musste ich wohl oder übel Englisch sprechen.

Ich staunte nicht schlecht, als sich aus der anfänglich zaghaften Konversation über die Niedersächsische Hochzeitssuppe während des Abends immer interessantere Gesprächsthemen entwickelten. Wie gut, das wir alle Probleme mit der Sprache hatten und so Grammtik oder Redewendungen keine Rolle spielten. Allerdings wie leicht es manchmal gelingen kann, nicht bekannte Worte mit anderen Vokabeln zu umschreiben, war mir bisher nicht bewusst. Jedenfalls hatten wir sehr viel Spaß. Wir haben sehr viel gelacht und ich habe sehr viel dazugelernt.

Genauso wie sich erst in Krisen bisher vernachlässigte Persönlichkeitspotentiale als überaus positive Charaktereigenschaften entpuppen können, so ist wohl auch der Sprung ins kalte Wasser der Konversation eine gute Möglichkeit mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Geholfen haben mir der ungezwungene Rahmen der Feier und der Wein – beim LERNEN nicht unbedingt der perfekte Lernpartner – aber bei einer Feier ein überaus wirksames Mittel, um  Sprachbarrieren abzubauen.


Lower Saxony wedding soup –  Eine Hochzeitssuppe ist eine leichte, aber trotzdem gehaltvolle, Suppe aus Fleischklößchen, Eierstich, Nudeln und Spargel in einer Fleischbrühe.

Ist-Zustands-Analyse

Immer noch Schnee – die richtige Zeit um Pläne zu machen. Wie beim Life-Work-Balancing ist es manchmal sinnvoll, auch das Life-Learn-Balancing neu auszutarieren. Fragen wie „Stimmen die zur Verfügung stehen Zeiten noch mit meinen Zielen überein?“ oder „Haben meine Ziele sich verändert?“ sowie „Wie sieht mein jetziger Lebensrhytmus aus und wie ist mein Lernprojekt darin intergriert?“ stehen dann im Mittelpunkt.

Ich jedenfalls war aufgefordert, mir andere Lernzeiten zu suchen und sie in meinem Tages-/Wochenrhythmus einzuplanen. Das neue Jahr hatte neue Projekte in mein Leben gebracht und die beruflichen Herausforderungen brachten meinen gewohnten Rhytmus durcheinander. Jetzt war Fingerspitzengefühl gefordert.

Nach einigem Hin und Her stellte ich fest, um intensiv lernen zu können, blieb mir nur das Wochenende. Am Wochenende standen aber noch viele andere Aktivitäten auf dem Plan. Wollte ich mein Lernprojekt am Leben erhalten, würde ich mich diesem Spagat stellen müssen.

Spontan konfrontierte ich den Mann an meiner Seite mit dieser Erkenntnissen. „Als erstes solltest du mal an deinen Kühlschrankvokabeln arbeiten!“ kommentierte er trocken. Fragend sah ich ihn an. Hatte er den Sinn meiner Anfrage nicht erkannt? Hatte ich mich so undeutlich ausgedrückt?

Die Lösung war ganz einfach. Auch er hatte sich an die Kühlschrankvokabeln gewöhnt.

Wenn es doch immer so leicht wäre Wünsche zu erfüllen.


car – das Auto

wing mirror – der Seitenspiel
rearview mirror – der Rückspiegel
windscreen – die Windschutzscheibe
windscreen wiper – der Scheibenwischer
bonnet – die Motorhaube
door – die Autotür
boot – der Kofferraum
indicator – der Blinker
licence plate – das Nummernschild
bumper – die Stoßstange
headlight – der Scheinwerfer
wheel – das Rad
tyre – der Reifen
roofrack – der Dachgepäckträger
tailgate – die Hecktür
seat belt – der Sicherheitsgurt
child seat – der Kindersitz
petro station – die Tankstelle
oil – das Öl
car wahs – die Autowaschanlage
Fill the tank, please.

Kompromissbereitschaft = give-and-take
Spagat = balancing act

Die Kühlschrankvokabeln: das Auto

Alltagsvokabeln

Wieder kommt Weihnachten so plötzlich. Obwohl ich mir Anfang des Jahres vorgenommen hatte, in diesem Jahr wird alles anders, bringt der Blick auf den Kalender mich ins Schwitzen. Nur noch 10 Tage …

Die Stadt ist voll, entsprechend meine Lust auf Shopping. Ob es sich noch lohnt im Internet etwas zu bestellen? Auf jeden Fall will ich trotz der knappen Zeit am Ball bleiben und meine 20 Vokabeln zusammentragen. Ich suche unter „Weihnachten“ im Wörterbuch und werde konfrontiert mit den Ereignissen des Lebens.

Die Taktik, Vokabel am Kühlschrank und beim Lernen kochen, hatte sich gut bewährt. Das Vokabeln lernen war ein Klacks – aber vielleicht lag es auch daran, dass ich die meisten Vokabeln schon kannte…


Vokabeln der Woche:

Ereignisse des Lebens

Christmas = das Weihnachten
present = das Geschenk

to be born = geboren werden
to start school = zur Schule kommen
to make friends = sich anfreunden
to get a job = eine Stelle bekommen
to fall in love = sich verlieben
to get married = heiraten
wedding reception = die Hochzeitsfeier
honeymoon = die Hochzeitsreise
anniversary = der Hochzeitstag
to have a baby = ein Baby bekommen
birth certificate = die Geburtsurkunde
christening = die Taufe
wedding = die Hochzeit
divorce = die Scheidung
funeral = das Begräbnis
to die = sterben
to make a will = sein Testament machen
to retire = in den Ruhestand treten


Vielen Dank für die Anregung: Hier die Kühlschrank-Vokabeln als PDF: Ereignisse_des_ Lebens und Fish_Caprese

Vokabel lernen anders …

Manchmal führt mich mein Weg in den Braunschweiger Bahnhof und meistens auch in die dazugehörige Buchhandlung. Sie hat so etwas Magisches an sich. Ich weiß auch nicht warum. Jedenfalls verleitet mich das vielfältige Sortiment immer dazu, etwas zu kaufen.

Letzten Freitag war es wieder soweit. Ganz harmlos streifte ich an den ausgestellten Büchern und Zeitschriften vorbei, bis mein Blick auf dem Buch „Visuelles Wörterbuch – englisch deutsch“ hängen blieb. Visuelles Wörterbuch? Was hatte man darunter zu verstehen? Schon befand sich das Buch in meinen Händen.

Ja und was soll ich sagen. Plötzlich befand ich mich in der Zeit der Bilderbücher. Meinen Kindern hatte ich in jungen Jahren Bilderbücher mit deutsch-englischen Vokabeln geschenkt. Eine lustige Angelegenheit, von der auch ich profitiert habe. Dieses Wörterbuch erinnerte mich an diese schönen Stunden: gemeinsam Gucken,  Sprechen und Lachen.

Es geht jedoch weit über ein Bilderbuch hinaus. Über 6000 Wörter und Redewendungen sind in ihm zu finden – zu den verschiedensten Lebensbereichen und Themen.

„Die Kombination von Bild und Wort erleichtert den Zugang zur englischen Sprache und der Wortschatz prägt sich ein,“ verspricht die Beschreibung auf dem Cover. Auch wenn ich nicht unbedingt ein visueller Lerntyp bin, so macht es doch sehr viel Spaß, in diesem Buch zu blättern und die Themen zu erkunden!

Vokabel lernen einmal anders ! Macht sehr viel Spaß !

Ein unwiderstehliches Angebot

„Windfall“ – mit dem Buch von Nora Roberts hatte ich es mir auf dem Sofa gemütlich gemacht und freute mich auf einen schönen Leseabend. Trotzdem wollte beim Lesen nicht so recht Freude aufkommen. Schließlich fragte der Mann an meiner Seite mich, warum ich so schlecht gelaunt sei.

Bereitwillig schilderte ich ihm mein Problem. Grundsätzlich fiele mir das Lesen ja leicht, wenn ich die Vokabel kannte und wusste, wie ich sie auszusprechen hatte. Doch sobald ich auf fremde Wörter stieße, was bei dieser Lektüre laufend geschehen würde, könnte ich die fremden Worte zwar lesen, doch das glich wohl eher einem deutschen Englisch. Deshalb wäre es  so schwierig für mich, ein richtiges Gefühl für den Text zu bekommen und so mache das Lesen einfach keinen Spaß.

Er schaute mich ungläubig an. „Es geht nicht um die Wörter, die ich kenne. Es geht um die Vokabeln, die ich noch nicht kenne. Ich weiß nicht, wie ich sie aussprechen soll!“ wiederholte ich noch einmal meine Sorgen. Natürlich kam dann die berühmte Frage „Habt ihr in der Schule die Aussprache denn nicht gelernt?“ Naja, wie lange lag die Schulzeit zurück? Und die Lautschrift? Ja, wer liest denn die schon?

Jedenfalls erkannte mein Schatz das Problem sofort. Da er zu den Menschen gehört, die während ihrer Schulzeit die richtige Aussprache und Betonung für englische Vokabeln und Texte intensiv geübt hatten, bot er mir an, ich solle ihm etwas vorlesen und er würde mich dann entsprechend korrigieren.

„Du weißt, dass das ein Liebesroman ist?“ fragte ich ungläubig. Er zuckte nur mit den Schultern und grinste mich an.

Nun sind Ehemänner nicht unbedingt die geeignesten Lernpartner für eine Frau. Etliche Erzählungen von Frauen aus meinen EDV-Kursen, mit ihren leidvollen Erfahrungen mit Männern, die einfach nicht die Geduld hatten, ihnen zu vermitteln, wie man einen PC anschaltet und bedient, fielen mir ein. Ich sag es doch: Frauen lernen anders.

Im Sommer dieses Jahres musste ich meine These  „Männer lernen eher spielerisch und Frauen wollen im Vorwege wissen, welchen Sinn und Zweck ihr LERNEN hat“ korrigieren. In einer Diskussionsrunde mit einer Gruppe von Frauen zum Thema „Frauen lernen anders“  erfuhr ich, dass das zwar auf technische Zusammenhänge zutrifft, beim Sprachen lernen scheint es jedoch genau umgekehr zu sein. Es war also an der Zeit, meine alten Vorbehalte beiseite zu legen und warum sollte ich es nicht einfach ausprobieren?

Anfänglich bestand meinVorlesen aus einem ziemlichen Gestolpere und Gestottere, da meine Sprechmuskeln an diesem Abend irgendwie nicht richtig funktionieren wollten. Auch war schnell klar, dass ich wohl zum Wiederholungstäter werden müsste, wenn diese Übung nachhaltigen Erfolg haben sollte. Und doch, an diesem Abend trainierte ich nicht nur mein Sprachverständnis sondern hauptsächlich meine Lachmuskeln. Es war so vergnüglich und lehrreich, dass ich mich schon jetzt auf ein nächstes Mal freue.

Altbekanntes neu entdeckt – Rezepte auf englisch

Urlaubstage bringen oft frischen Wind in das Alltagsgetriebe, auch wenn man einen Teil seines Urlaubs in den heimischen Gefilden verbringt. Endlich hat man Zeit neue Dinge auszuprobieren.

Auf meiner letzten Shopping-Tour habe ich das Kochbuch „modern german cooking“ von Dr. Oetker erstanden und nun weht ein anderer Wind in meiner heimischen Küche.

Der Dr. Oetker Verlag ist bekannt für Kochbücher mit wirklich guten, praxiserprobten Rezepten und so kommt auch dieses Kochbuch mit frischen Anregungen und appetitanregenden Vorschlägen daher. Die Aufmachung ist modern und inspirierend. Das alle Texte in englisch sind, ist plötzlich keine Barriere mehr. Im Gegenteil – das Buch ist eine Herausforderung, die man gerne annimmt.

Besonders die begleitenden Texte haben es mir angetan: „Mother´s potato salad – Those checking out of Mother´s Hotel will probaly have just moved in on their own. They are missing a cuisine which no restaurant can offer them. So when you feel homesick, this is the perfect comfort food.“ oder „Chicken broth – Are you lovesick? Do you have a cold? Chicken broth is the answer to almost any ailment. But even if you are not suffering from anything, you will still enjoy this most classic of soups.“ Klingt das nicht vielversprechend?

Heute werde ich die „Chinese noodles with vegetables“ ausprobieren. Ich freue mich schon richtig auf dieses leichte und leckere Gericht.

Weitere interessante Rezepte gibt es unter: http://allrecipes.com/ .

Fazit:
ENGLISCH LERNEN in den Alltag einbauen kann sehr viel Spaß machen !

Bücher:
German Cooking Today. Reiseausgabe/Softcover

Das Kochbuch meiner Wahl heißt: „modern german cooking“ von Dr. Oetker. Leider stellt Amazon noch keinen Link für weitere Informationen zur Verfügung.

Die Attraktivität des Alltäglichen …

Von Zeit zu Zeit benötigen wir eine Auszeit, um dem Alltäglichen zu entfliehen. Meist planen wir diese Auszeit als Urlaub und hoffen so, den Kopf endlich wieder frei zu bekommen. Manchmal werden wir aber auch von heute auf morgen aus dem Alltag gestoßen und uns wird unfreiwillig eine Auszeit verordnet. Wie auch immer – eine Auszeit erlaubt die Reflektion des eigenen Tuns, der eigenen Ziele und des bisher Erreichten aus einer anderen Sicht.

Mein Englisch-Projekt war ins Stocken geraten. Erst meine „Auszeit“ machte es mir möglich, mit frischem Mut und neuem Elan weiterzumachen.

Der Reiz der Normalität

Kehrt man zurück in die Normalität des eigenen Lebens und Lernens und ist man offen für das Besondere im Alltäglichen, kann man so einige Überraschungen erleben:

  • Podcasts aktualisieren – Dieses Mal brauchte ich Leo beim Abhören kein einziges Mal bemühen. Alle Texte konnte ich problemlos verstehen.
  • Die neue Spotlight – Auf der Terrasse sitzen, den Sonnenschein genießen und in den Neuigkeiten stöbern. Echt chillig.
  • Den Film „Was Frauen wollen“ gemeinsam mit der Freundin auf englisch ansehen. Zwar verstehe ich nicht alles, doch die Schauspieler wirken wesentlich authentischer und vor allem das gemeinsame Rumalbern und Lachen – einfach nur gut.
  • Die angefallenen Mails übersetzen und beantworten – Habe ich dafür sonst nicht immer viel mehr Zeit benötigt?

Das Englisch lernen in den Alltag einzubauen hatte Früchte getragen. Dies nach meiner Auszeit als etwas ganz normales zu erleben, hat etwas Reizvolles. Es macht mich zufrieden und glücklich.

Die Attraktivität des Besonderen

Auszeit – freie Zeit – neue Ideen – viele Inspirationen.

Hier einige Ideen, die jetzt auf ihre Umsetzung warten:

  • Das englische Kochbuch testen. Erstanden während des letzten Stadtbummels in Braunschweig.
  • Dem Sender BBC einen der vorderen Kanal-Plätze auf der Fernbedienung ( Fernseher) zuweisen. Regelmäßig Nachrichten hören (sehen) und am Ball bleiben.
  • Star Trek Filme ansehen und dann als eine Art Hörbuch auf englisch hören, z. B. beim Autofahren oder bei sonstigen manuellen Tätigkeiten. Ein Tipp von Vera Birkenbihl und eine Idee, die mich als Trekkie voll begeistert. Leider haben wir diese Filme nur auf Video …

Auszeiten sind nötig! Wenn der Geist immer nur auf Hochtouren läuft, haben wir oft das Gefühl „Nichts geht mehr!“. Gerade beim LERNEN schaffen Auszeiten Raum für Neues oder unterstützen die Verankerung des bisher Gelernten im Gehirn.

Vom Wesen der Veränderung

Hübsch sah sie aus – meine Tochter – in dem ärmellosen Ballkleid, mit hochgesteckten Haaren und viel zu hohen Stöckelschuhen. Eben erst dem Blitzlichtgewitter des Fotografen entkommen, der die Absolventenfeier des Abitur-Jahrgangs 2009 bildlich festhiel, hatte dieses schöne Wesen nichts anderes zu tun, als sich an unseren Eklat mit dem Englisch lernen zu erinnern. Okay, sie hatte ihr Ziel erreicht. Ich dagegen befand mich noch irgendwo auf der Wegstrecke.

Es gab Zeiten, da hätte mich diese spitze Bemerkung aus der Ruhe gebracht. Ich hätte an meiner Lernfähigkeit gezweifelt und das ganz Projekt in Frage gestellt. Dann stieß ich bei meinen Recherchen zu dem Buch „Aufbruch in die Schmetterlingszeit“ auf die Tatsache, dass alle Veränderungsprozesse in Phasen verlaufen. Veränderungen des eigenen Lebensstils unterliegen genauso einem Rhythmus wie Veränderungsprozesse im einem Unternehmen. Diese Rhythmen lassen sich durch ein theoretischen Modells beschreiben – dem Phasenmodell für Veränderungsprozesse.

Auch das LERNEN ist ein Veränderungsprozess – Persönlichkeitsentwicklung – und so gehe ich davon aus, dass dieses Modell auch für meinen Englisch-Lern-Prozess gültig ist.

Die einzelnen Phasen:

  • Euphoriephase
    Etwas Neues steht bevor. Die Erwartungen und die Motivation sind hoch. Alles soll anders und besser werden. Deshalb nennt man diese Phase die Euphoriephase. Im Allgemeinen freut sich der Lernende auf die Verbesserungen, ist voller Zuversicht und positiver Erwartungen.
     
  • Desillusionierungsphase
    Ja und wie das so ist mit der Euphorie, sie beinhaltet auch viele Illusionen. In der zweiten Phase kommt man auf den Boden der Tatsachen zurück. Es wird klar, dass das neue Wissen noch nicht beherrscht wird oder nicht so einfach angewandt werden kann. Die Fehler der Vergangenheit werden einem bewusst und das dauernde Hinterfragen erzeugt ein seltsames Verhalten von Widerstand dem Bisherigen gegenüber, was dazu führt, dass mehr Fehler gemacht werden.
    In dieser Phase werden viele Vorhaben abgebrochen – Desillusionierung eben, vielleicht auch etwas Resignation.  
     
  • Im Tal der Tränen
    Der Tiefpunkt ist erreicht. Dem Lernende ist jetzt klar, dass er die Techniken, die Sprache oder die neue Verhaltesweise noch nicht beherrscht. Gleichzeitig ist er voller Zuversicht, dass er es schaffen kann. Auch wenn klar ist, dass das Können noch nicht da ist, weiß man doch: ES IST MÖGLICH und unter Anleitung lässt es sich auch anwenden.
    Man sammelt und ordnet die bestehenden Probleme und Schwierigkeiten und sucht nach Lösungsmöglichkeiten.
     
  • Lernphase
    In der Lehrphase herrscht endlich wieder Zuversicht. Auch wenn noch Unsicherheit herrscht, werden defenitiv neue Verhaltensweisen angewandt. Zwar ist die Anwendung auf einfache und klare Situationen beschränkt und kritische Situationen bereiten noch Mühe, doch der Lernende weiß, was er kann und das obwohl er weiß, dass er noch nicht alles überblickt und unsicher ist.
     
  • Leistungsphase
    In der Leistungsphase wird das neue Wissen, die neuen Verhaltensweisen, beherrscht und umgesetzt. Es macht endlich wieder Spaß. Der Lernende weiß, dass er wirklich etwas gelernt hat, was umsetzbar und praktikabel ist. Nach und nach bekommt er immer mehr Lust auf neue Aufgaben.

Seitdem ich dieses Phasenmodell kenne, gelingt es mir immer besser mit mir und meinen angestrebten Zielen umzugehen. Wenn ich von vornherein weiß, dass auch Lebensstilveränderung und LERNEN diesem Rhythmus unterliegen, habe ich eine Möglichkeit mich in meinem eigenen Lerngeschehen zu orientieren. Das ist für mich wesentlich motivierender als wenn ich hilflos im „Tal der Tränen“ sitze und nicht weiter weiß. So kann ich nach vorne blicken und wieder vorwärts gehen. Bestimmte Gefühlsentwicklungen sind eben ganz normal. Sie gehören genauso zu einem Veränderungsprozess dazu, wie die Anfangsschwierigkeiten, die auftauchen, wenn man zum erstenmal ein Auto fahren will.  

Wahrscheinlich befand ich mich gerade mal wieder in einem „Tal der Tränen“. Na und? Mit etwas Mut und etwas Humor würde ich schon bald auf die Lernphase zusteuern. Jetzt war es vor allem wichtig, meiner anfänglichen Begeisterung neue Nahrung zu geben.

Genauso wie in einer Beziehung das erste Feuer schnell verraucht, wenn der Alltag mit seinen Anforderungen den Rhythmus bestimmt, so lässt sich auch beim LERNEN die Begeisterung nur am Leben halten, wenn das Feuer ab und zu neu entfacht wird.