Galileo Galilei
Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.

Archiv für die Kategorie „Lernpartner“

Während meine Gedanken mal wieder auf Reisen sind, sehe ich vor meinem inneren Bildschirm die GrandCentralStation in NewYork. „Wow – das ist es!“, denke ich, „Warum mein Englisch nicht direkt in New York updaten?“

So als wäre New York die Lösung all meiner Motivationsprobleme beschäftige ich mich mit dem NewYorkBlog auf www.silbersteine.de und stoße auf das Buch „Empire-State-Building statt Volkshochschule – Auf zum Bildungsurlaub in New York“. Schwach erinnere ich mich daran,  dass ich vor Jahren einmal mit dem Autor Reiner Silberstein über die Schwierigkeiten des Englischlernens diskutiert habe. Wenige Tage später liegt das Buch vor mir.

Informativ, viele wirklich gute und weiterführende Links und ein spannender Bericht über eine Bildungsreise an die Kaplan-Aspect-Schule in New York machen das Buch zu einer Perle für jeden, der das Abenteuer „Sprachreise nach New York“ wagen will.

Ein realistischer Blick auf die Kosten, denn auch die werden in dem Buch nicht verschwiegen, zeigt mir, dass solch ein Vorhaben zwar schön zur Zeit aber nicht realisierbar ist. Schade!

Seltsam, seitdem meine Füße auf der Fifth Avenue in New York getanzt haben, spüre ich eine unbeschreibliche Sehnsucht, möglichst bald wieder durch New York zu tanzen.

Ist eine Revival der Englischen Sprache ohne Coach oder Kurs möglich? Oder, kann ein Telekolleg einen Kurs ersetzen? Fragen über Fragen. Also surfe ich wieder einmal bei Bayern alpha und treffe spontan auf den Cowboy.

Während ich grinsend den Video-Clip verfolge, gehen bei mir die Erinnerungslämpchen an.

http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/grundkurs-englisch/9-call-a-cowboy102.html

Schauen wir doch mal, wann die nächste Lektion gesendet wird? Heute 18.00 Uhr.

Neue Wege finden …

„Weißt du, bei deinem Englisch lernen handelt es sich wohl eher um einen Wunsch als um ein wirkliches Ziel!“ Diese Worte präsentierte mir meine Freundin gestern als wir gemeinsam um den Tankumsee liefen.

„Wie kommst du darauf?“ fragte ich. Sich naiv stellen sorgt meistens dafür, dass die Mitmenschen ihre Postulate nochmals überdenken, um sie dann entweder zurückzunehmen oder verständlicher zu erklären.

„Für seine Ziele ist man bereit sich einzusetzen!“ lautete die Antwort, gefolgt von „Einsetzen heißt, man handelt so, dass man sein Ziel auch erreichen kann!“

Nicht, dass ich es nicht gewusst hätte. Nein, mir war der Unterschied zwischen Zielen und Wünschen sehr wohl bekannt, allein die Konfrontation damit, dass ich inzwischen zu der Gattung Mensch gehörte, die nicht mehr bereit ist, sich für ihre Ziele einzusetzen, ärgerte mich.

Doch woher die Motivation nehmen, wenn der Alltag gerade mal wieder so schön voll mit anderen interessanten Tätigkeiten ist?

Die rettende Idee: Vielleicht gibt es einen Lernpartner, der Deutsch lernen möchte und mich im Gegenzug beim Englisch lernen unterstützt. Könnte doch ganz lustig werden …

Lernpartner zum Englisch lernen gesucht!

Ein unwiderstehliches Angebot

„Windfall“ – mit dem Buch von Nora Roberts hatte ich es mir auf dem Sofa gemütlich gemacht und freute mich auf einen schönen Leseabend. Trotzdem wollte beim Lesen nicht so recht Freude aufkommen. Schließlich fragte der Mann an meiner Seite mich, warum ich so schlecht gelaunt sei.

Bereitwillig schilderte ich ihm mein Problem. Grundsätzlich fiele mir das Lesen ja leicht, wenn ich die Vokabel kannte und wusste, wie ich sie auszusprechen hatte. Doch sobald ich auf fremde Wörter stieße, was bei dieser Lektüre laufend geschehen würde, könnte ich die fremden Worte zwar lesen, doch das glich wohl eher einem deutschen Englisch. Deshalb wäre es  so schwierig für mich, ein richtiges Gefühl für den Text zu bekommen und so mache das Lesen einfach keinen Spaß.

Er schaute mich ungläubig an. „Es geht nicht um die Wörter, die ich kenne. Es geht um die Vokabeln, die ich noch nicht kenne. Ich weiß nicht, wie ich sie aussprechen soll!“ wiederholte ich noch einmal meine Sorgen. Natürlich kam dann die berühmte Frage „Habt ihr in der Schule die Aussprache denn nicht gelernt?“ Naja, wie lange lag die Schulzeit zurück? Und die Lautschrift? Ja, wer liest denn die schon?

Jedenfalls erkannte mein Schatz das Problem sofort. Da er zu den Menschen gehört, die während ihrer Schulzeit die richtige Aussprache und Betonung für englische Vokabeln und Texte intensiv geübt hatten, bot er mir an, ich solle ihm etwas vorlesen und er würde mich dann entsprechend korrigieren.

„Du weißt, dass das ein Liebesroman ist?“ fragte ich ungläubig. Er zuckte nur mit den Schultern und grinste mich an.

Nun sind Ehemänner nicht unbedingt die geeignesten Lernpartner für eine Frau. Etliche Erzählungen von Frauen aus meinen EDV-Kursen, mit ihren leidvollen Erfahrungen mit Männern, die einfach nicht die Geduld hatten, ihnen zu vermitteln, wie man einen PC anschaltet und bedient, fielen mir ein. Ich sag es doch: Frauen lernen anders.

Im Sommer dieses Jahres musste ich meine These  „Männer lernen eher spielerisch und Frauen wollen im Vorwege wissen, welchen Sinn und Zweck ihr LERNEN hat“ korrigieren. In einer Diskussionsrunde mit einer Gruppe von Frauen zum Thema „Frauen lernen anders“  erfuhr ich, dass das zwar auf technische Zusammenhänge zutrifft, beim Sprachen lernen scheint es jedoch genau umgekehr zu sein. Es war also an der Zeit, meine alten Vorbehalte beiseite zu legen und warum sollte ich es nicht einfach ausprobieren?

Anfänglich bestand meinVorlesen aus einem ziemlichen Gestolpere und Gestottere, da meine Sprechmuskeln an diesem Abend irgendwie nicht richtig funktionieren wollten. Auch war schnell klar, dass ich wohl zum Wiederholungstäter werden müsste, wenn diese Übung nachhaltigen Erfolg haben sollte. Und doch, an diesem Abend trainierte ich nicht nur mein Sprachverständnis sondern hauptsächlich meine Lachmuskeln. Es war so vergnüglich und lehrreich, dass ich mich schon jetzt auf ein nächstes Mal freue.

Gemeinsam Ziele erreichen …

Manche nennen es Zufall, andere Fügung. Jedenfalls lernte ich schon im letzten Jahr die Sprachtrainerin Helga Weiss kennen.

Helga Weiss, MA, www.languageexperience.com hat viele Jahre in Amerika und in England gelebt und betreibt jetzt eine Sprachschule am Tankumsee in der Samtgemeinde Isenbüttel.

In ihrem jährlichen ACCELERATED LEARNING SPRACHCAMP am Tankumsee lernen englische gemeinsam mit deutschen Muttersprachlern in einer bi-lingualen Zeltstadt. Jeder kann sich vorstellen, dass es keine bessere Möglichkeit gibt, mit Freude und Spaß Englisch oder Deutsch zu lernen und dabei noch Freundschaften fürs Leben zu schließen. http://www.languageexperience.com/camp.html#sprachcamp

Helga führt auch bei Ihnen zu Hause eine Familienberatung „Wie Englisch in Ihren Familienalltag einziehen kann“ nach Accelerated Lernmethoden durch und hilft Ihnen vor Ort Lernstationen einzurichten.
Kontakt: helga@languageexperience.com

Doch zurück zu meinem Projekt. Ich wusste genau: Ohne das jemand meinem inneren Schweinehund etwas auf die Sprünge hilft, würde ich mein Ziel schwerlich erreichen.

Nach einigen Überlegungen und gemeinsam mit einer Freundin buchten wir deshalb einen Sprachkurs bei Helga.

Einmal in der Woche intensives Sprachtraining, um:

  • situatives Englisch sprechen zu lernen,
  • die korrekte Aussprache zu verbessern,
  • „falsche Freunde“ kennen zu lernen,
  • ACCELERATED LEARNING live zu erleben
  • und in der Gruppe beim Lernen Spaß zu haben

Alleine auf eine Expedition zu gehen, ist immer ein Wagnis. Helga hatte viele Jahre in Amerika gelebt. Deshalb, so dachte ich, ist sie die perfekte Lernpartnerin für mein Projekt.

Anmerkung:
Auch wenn der Lernpartner noch so gut ist, ohne eigenverantwortliches Lernen (üben, sprechen, trainieren) geht es nicht.

Das Gehirn ist leider keine Dose, in die man etwas hinfüllen kann. Die Vernetzung der Gehirnzellen und somit die Fähigkeit des Wiederabrufens von Wissen gelingt um so besser, je mehr Anreize geboten werden und je öfter eine Wiederholung des Wortschatzes stattfindet.